Disputation von Dirk Bade, 21.10.2013, 14:00 Uhr, Raum F-534
21. Oktober 2013, von Reinhard Zierke

Foto: Fachschaft Informatik
Einladung zur öffentlichen Disputation
von Herrn Dirk Bade
Montag, 21. Oktober 2013 um 14:00 Uhr
Informatikum, Vogt-Kölln-Straße 30, Raum F-534
"Vermittlung kontextbasierter Sichten in mobilen, ubiquitären Systemen"
Abstract:
Der technologische Fortschritt der vergangenen Jahre brachte eine Reihe von Technologien hervor, die heute als Wegbereiter für die Vision des Ubiquitous Computing gelten. Hierzu gehören insbesondere die Sensornetze, Identifikation von Objekten mittels Radiowellen sowie die mobile Datenverarbeitung und Kommunikation. Eine wesentliche Implikation dieser Entwicklungen ist der Umstand, dass die Menge an Daten, insbesondere Kontextdaten, die erhoben, verarbeitet und kommuniziert werden, drastisch ansteigen wird. Auch ist anzunehmen, dass die Daten verschiedenster Quellen miteinander verknüpft werden, um umfassende Einblicke in Vorgänge der physischen, logischen und sozialen Umwelt zu erhalten. Auf derlei Informationen basierende Anwendungen bedürfen einer detaillierten, aber vor allem einer auf bestimmte Aspekte der Umwelt fokussierten Sicht.
Zur Realisierung solch kontextbasierter Sichten bedarf es der Vermittlung von Kontextdaten zwischen Produzenten (z.B. Sensoren) und Konsumenten (z.B. Anwendungen), was neben der reinen Datenerhebung und -übertragung vor allem auch die Datenverarbeitung und -abfrage umfasst. Insbesondere im Rahmen mobiler, ubiquitärer Systeme birgt dies eine ganze Reihe von Herausforderungen, denen Entwickler und Anwender kontextbasierter Anwendungen gegenüberstehen.
Der zentrale Forschungsaspekt dieser Arbeit beschäftigt sich daher mit der Untersuchung und Erarbeitung von Konzepten zur Vermittlung kontextbasierter Sichten zwischen Konsumenten und Produzenten in mobilen, ubiquitären Systemen, welche den Entwurf und die Entwicklung kontextbasierter Anwendungen unterstützen sollen. Als Ergebnis wurde ein Vermittler sowie ein entsprechender Prozess entworfen, mittels dessen Kontextdaten verbreitet und für eine einfache Anwendungsintegration individuell nach Maßgabe der Klienten aufbereitet werden können. Unter Einsatz eines solchen Vermittlers können somit Kontextdaten einerseits leichter aufgefunden und für eine spätere Integration aufbereitet werden, und andererseits kann die Verarbeitungslogik und -last in die Infrastruktur verschoben werden, sodass ressourcenschwache Geräte entlastet werden.
Kontakt:
Prof. Dr. Walid Maalej
Vorsitzender des Promotionsprüfungsausschusses