NeurIPS 2025 – Konferenzreise für die PokéAgent Challenge
7. Dezember 2025, von Arian Urdu

Foto: Arian Urdu
Mit dem Team Hamburg Pokérunners (Benedikt Schink, Matin Urdu, Arian Urdu) erreichten wir den 2. Platz im zweiten Track der internationalen PokéAgent Challenge (pokeagent.github.io). Infolgedessen wurde ein Teammitglied als Vertreter eingeladen, einen Lightning Talk auf einem Workshop der NeurIPS 2025 (Conference on Neural Information Processing Systems) zu halten. Diese Rolle übernahm ich, Arian Urdu, und reiste dafür mit Unterstützung der Claussen-Simon-Stiftung, die freundlicherweise die Reisekosten übernahm, zur Konferenz nach San Diego.
Die Challenge bestand darin, ein neuronales Netz zu trainieren, das das Spiel Pokémon Emerald möglichst schnell bis zum ersten Orden durchspielt. Unser Ansatz basierte auf Reinforcement Learning (RL) und nutzte den Proximal Policy Optimization (PPO)-Algorithmus. Mit diesem Verfahren gelang es unserem Agenten, den ersten Orden in 01:14:43 (hh:mm:ss) zu erreichen.

Die Konferenz fand vom 2. bis 7. Dezember in San Diego statt und bot ein umfangreiches Programm aus Präsentationen, Workshops und fachlichen Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der AI-Forschung.

Zu den Highlights zählte die Keynote von Rich Sutton zur Oak Architecture, in der er eine mögliche langfristige Architektur für AGI skizzierte und erläuterte, warum bestehende Ansätze seiner Ansicht nach nicht zu allgemeiner Intelligenz führen. Und in den Poster Sessions bestand die Möglichkeit, einzelne Arbeiten im direkten Austausch mit den Autor:innen vertieft zu diskutieren.
Besonders wertvoll war der persönliche Austausch mit anderen Forschenden sowie das Kennenlernen der Organisator:innen der PokéAgent Challenge, insbesondere Seth Karten und Jake Grigsby, die mit großem Engagement und viel Aufwand die Challenge organisiert haben.

Für mich persönlich war die Reise besonders prägend: Ich habe viele inspirierende und sehr offene Forscher:innen kennengelernt und spannende Gespräche geführt. Dadurch ist für mich deutlich klarer geworden, in welche Richtung ich künftig forschen möchte und wie weit der State of the Art in anderen Bereichen der AI-Forschung bereits fortgeschritten ist.
Mein besonderer Dank gilt dem base.camp, dem HCDS und der Claussen-Simon-Stiftung für die Unterstützung, die diese Teilnahme möglich gemacht hat.

